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Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Sporthalle in der Speidel-Kaserne, Bruchsal

Die sportlichen Indoor-Aktivitäten der Soldaten fanden bisher in der Mehrzweckhalle der General-Dr. Speidel-Kaserne statt. Die niedrige Raumhöhe von 5 Metern machte sportliche Wettkämpfe schwierig, der sanierungsbedürftige Sportboden sorgte immer wieder für Sperrungen der Halle. Ein Neubau nach aktuellem Standard, unter Berücksichtigung der Grundsätzlichen Militärischen Infrastrukturforderung für eine Truppenunterkunft (GMIF TrUkft) der Bundeswehr, soll eine angemessene Sportausbildung der Soldaten ermöglichen. Optimale Trainingsbedingungen fördern die physische und psychische Leistungsfähigkeit für die militärischen Aufgaben und auch die Bereitschaft, außerhalb des Dienstes regelmäßig Sport zu treiben.

Neubau Sporthalle

Es lebe der Sport

Die neue Sporthalle nebst Beachvolleyballanlage und Fahrradabstellplätzen wurde als Mittler zwischen Unterkunftsbereich und vorhandenen Sportanlagen, Auftakt und Verteiler für den Sportbereich und neues Zentrum innerhalb der Sportanlagen in der Liegenschaft konzipiert. Der aus zwei unterschiedlich hohen Volumen bestehende Baukörper schmiegt sich mit der Nord-West-Ecke in den bestehenden Hangbereich ein, wobei die optische Wirkung der schieren Baumasse im Gelände reduziert wird. Das Gebäude wird von Süden her ebenerdig über den Eingangsvorplatz erschlossen. Ein trichterförmiger Einschnitt in den Nebentrakt markiert den Eingangsbereich, der auch den Außengeräteraum erschließt.
Das Raumprogramm des Neubaus umfasst eine Zweifeldhalle mit den Abmessungen von 22 x 44 Metern sowie im Nebentrakt einen Konditionsraum, Umkleide- und Waschräume mit WC-Anlagen, Geräteräume und von außen zugängliche Technikräume.
Gemäß der Rahmenrichtlinie zur infrastruk-turellen Berücksichtigung der besonderen Anforderungen schwer behinderter Menschen in der Bundeswehr wird die Sporthalle barrierefrei errichtet, einschließlich eines behindertengerechten Umkleide- und Sanitärraums. Sämtliche sanitären Anlagen der Sporthalle stehen auch den Sporttreibenden der vorhandenen Sportanlagen zur Verfügung.

Das Gebäude wird als hochwärmegedämmter Stahlbetonbau mit Stahlbetondecken im Nebentrakt und einem Stahldachtragwerk im Hallenbereich ausgeführt. Die Fassade besteht aus einer hinterlüfteten, vertikal ausgerichteten, hochtief strukturierten Holzlattenkonstruktion aus Weißtanne. Die oberhalb der Prallwände angeordneten Glasflächen als Pfosten-Riegel-Konstruktion gewährleisten, in Kombination mit einem automatisch gesteuerten Sonnenschutz, eine sehr gute, gleichmäßige und blendfreie Belichtung der Sporthalle. Durch die Glasflächen nach Süden wird passive Sonnenenergie genutzt und somit der Jahres Heizwärme-bedarf reduziert.Die Belüftung der Halle und Sanitärräume bewirkt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Die Beheizung der Halle erfolgt mittels Deckenstrahlheizplatten mit integrierter LED-Beleuchtung. Die auf dem Flachdach der Halle installierte Photovoltaikanlage trägt zusammen mit den vorgenannten Maßnahmen dazu bei, die gemäß Erlass zur energetischen Vorbildfunktion von Bundesbauten um 30 % reduzierten Werte der Energieeinsparverordnung EnEV zu erreichen.

Bauherr

Bundesrepublik Deutschland

vertreten durch

Bundesministerium der Verteidigung

vertreten durch

Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Nutzer

Bundeswehr

Planung und Umsetzung

Projektleitung und Projektsteuerung: Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Planung und Bauleitung: Stiess Windbiel Architekten, Karlsruhe

Tragwerksplanung: Klär und Kühnrich, Ötigheim

Gebäudetechnik Elektro: FC-Planung GmbH, Ettlingen

Gebäudetechnik Heizung, Lüftung, Sanitär: FC-Planung GmbH, Ettlingen

Tiefbau: Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Gebäudedaten

Bauzeit: 06/2016-12/2019

Nutzfläche: 1258 m²

Gesamtbaukosten: 4,6 Mio. Euro