
Staatliches Hochbauamt Freiburg
Liegenschaftserneuerung der Autobahnmeisterei, Efringen-Kirchen
Die in den 1960er Jahren errichtete und als Gehöft strukturierte Autobahnmeisterei Efringen-Kirchen liegt an der A5 und betreut von dort aus mit ca. 30 Mitarbeitern rund 200 Kilometer Autobahn.
Das Regierungspräsidium Freiburg beauftrage den Bundesbau Baden-Württemberg Teilbereiche der Liegenschaft grundsätzlich baulich zu erneuern, eine funktionale sowie gestalterische Ordnung zu schaffen und einen optimalen Betriebsablauf zu gewährleisten.

Liegenschaftserneuerung
Gut sortiert für die nächsten Jahre
Durch Abbruch bestehender Anlagen wurde eine Erweiterung der Liegenschaft möglich, deren Abschluss nun im Norden die als Solitär geplante Salzhalle bildet.
Mit einer kreisrunden Form von rund 25 m Durchmesser stellt sie ein pragmatisches Novum in der Gebäudetypologie der Salzhallen dar, denn die rund 1.500 Tonnen Streusalz lagern niemals in Ecken und verklumpen dadurch deutlich weniger. Auf der umlaufenden Stahlbetonwand ruht eine Kuppelkonstruktion aus gebogenen Dachbindern mit zentrischer Lichtkuppel. Neben der Streuguthalle, dient ein implementierter Anbau als Garage des Radlagers und als Lager des Soletanks.
Das ostwärts angrenzende neue Werkstattgebäude verlängert die bestehenden Werkstätten.
Die Ausstattung mit Kranbahn, Montagegrube und Waschhalle ermöglicht der Autobahnmeisterei nahezu alle Reparaturarbeiten am Fuhrpark selbst vorzunehmen. Notwendige Nebenräume mit ausreichender Lagerkapazität stehen ebenso bereit, wie Sanitäranlagen und Flächen für Büroarbeit.
Der Gebäuderiegel im Westen wurde um einen Vorbau mit breiteren und motorisch betriebenen Hallentoren erweitert. Dadurch vergrößerte sich sowohl die Hallentiefe als auch die Durchfahrtsbreite für zwölf Fahrzeugstellplätze.

Beton und Fichtenholz als tragende Baustoffe, grau lasierte Holzlatten als Fassadenbekleidung und das Fiberglas der Hallentore sind durchgängig vorherrschende Materialien der Gesamtsanierung. Die farblich reduzierte Optik und Details, die sich der Flächenwirkung unterordnen, entsprechen als Entwurfsprinzip einer funktionalen Nutzung.
Nach Fertigstellung weiterer Entwicklungsmaßnahmen der Liegenschaft, bei denen auch Belag und Entwässerung grundlegend erneuert wurden, ist das Gehöft nun wieder als ein zusammengehöriges Ganzes erkennbar.


Bauherr
Bundesrepublik Deutschland
vertreten durch
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,
Regierungspräsidium Freiburg, Abt.4, Straßenwesen und Verkehr
vertreten durch
Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Freiburg
Nutzer
Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg
Planung und Umsetzung
Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Projektleitung: Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Freiburg
Ausführungsplanung und Baudurchführung:
Salzhalle: Ingenieurbüro Sättele GmbH, Löffingen
Werkstattgebäude: Zeller | Eisenberg architekten GmbH, Müllheim
Tragwerksplanung:
Salzhalle: Ingenieurbüro Sättele GmbH, Löffingen
Werkstattgebäude: Ingenieurbüro Sättele GmbH, Löffingen
Elektrotechnik:
Salzhalle: Planungsgruppe Burgert GmbH, Schallstadt
Werkstattgebäude: Planungsgruppe Burgert GmbH, Schallstadt
HLS:
Salzhalle: Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Freiburg
Werkstattgebäude: Ingenieurbüro Behringer, Todtnau
Gebäudedaten
Bauzeit: 04/2015-04/2018
Nutzfläche Salzhalle: 512 m²
Nutzfläche Werkstattgebäude: 716 m²
Gesamtbaukosten: 4,15 Mio. Euro