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Museum des 20. Jahrhunderts, Nationalgalerie 20, Berlin, Visualisierung, Boulevard

Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Museum des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie, Berlin

Das Museum des 20. Jahrhunderts wird an einem der interessantesten Bauplätze Berlins, dem Kulturforum, entstehen. Mit dem Neubau werden erstmals die international bedeutenden Bestände dauerhaft und gemeinsam präsentiert werden können: die Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts, daneben die Sammlungen Marx und Pietzsch, Teile der bei den Staatlichen Museen verankerten Sammlung Marzona sowie Werke aus dem Kupferstichkabinett und der Kunstbibliothek.

Das Museum ermöglicht am Kulturforum eine Verbindung der unterschiedlichen Orte zu einer vielfältigen, städtebaulichen Komposition - mit Plätzen und der Einbindung der angrenzenden Architekturen der Neuen Nationalgalerie, Matthäikirche, Kunstgewerbemuseum, Kunstbibliothek, Kupferstichkabinett und Gemäldegalerie, Philharmonie und Staatsbibliothek.
Mit großzügigen Gesten öffnet sich das Gebäude zur Stadt. Für jedermann zugängliche Boulevards charakterisieren das Gebäudeinnere. Die Nordfassade öffnet sich zum Scharounplatz - hin zur Philharmonie und zum Kammermusiksaal. Sie ermöglicht direkte Blickbezüge und führt über die breite zentrale Boulevard-Treppe den Besucher direkt in das Museum.
Neben flexibel nutzbaren Ausstellungsflächen beherbergt der Neubau Foyers, Bildung und Vermittlung, Gastronomie, Museumsshop, Büros, Restaurierung wie auch umfangreiche Depot- und Technikflächen.
Wichtiges Gestaltungselement ist die den Baukörper umschließende mineralische, massiv wirkende Gebäudehülle: "Ein Relief aus Vor- und Rücksprüngen erzeugt ein Spiel mit Licht und Schatten, welches dem Baukörper einen sich ständig verändernden Ausdruck verleiht." Diese "Textur" erstreckt sich auch über das Dach hinweg - mit opaken wie auch transluzente Zonen - um den Eindruck eines einheitlichen Gebäudekörpers zu verstärken. Diese Materialität findet sich auch in den inneren Boulevards wieder.

Aus einem zweistufigen, internationalen Realisierungswettbewerb im Jahr 2016 gingen als 1. Preisträger die Architekten Herzog & de Meuron und Vogt Landschaftsarchitekten hervor. Der prämierte Entwurf bildet die Grundlage der weiteren Planung. Gemeinsam mit den Staatlichen Museen zu Berlin als künftige Nutzer sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Bauherrin erfolgt die Planung in einem großen, interdisziplinären Team aus fachkundigen Planern. Bundesbau Baden-Württemberg steuert als Bauverwaltung das Projekt.

Bauherr

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

vertreten durch

Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

 

Baufachliche Aufsicht: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Nutzer

Staatliche Museen zu Berlin

 

Oberste Instanz des Nutzers: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Planung und Umsetzung

Baufachliche Bauherrnvertretung und Projektleitung: Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Karlsruhe

Architekt: Herzog & de Meuron, Basel

Freiraumplanung: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Gebäudetechnik HLSE: Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin

Tragwerksplanung: Werner Sobek AG, Stuttgart

Ingenieurbauwerk Baugrube/Verbau: WTM Engineers GmbH, Hamburg

Gebäudedaten

Stand: 11/2019

Nutzfläche: ca. 16.000 m²